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Mehr Bestellungen = Mehr Arbeit + Mehr Stress

paketdienst1 In Zeiten der Coronakrise verlagert sich der Einkauf immer stärker auf Online-Angebote verschiedener Anbieter. Während dies zu einer Zunahme der Lieferungen und für die Mitarbeiter*innen zu noch mehr Stress führt, erwarten die Kund*innen trotz dessen Pünktlichkeit.  Jetzt sollte jedoch der Zeitpunkt sein, Geduld zu bewahren und an die vielen fleißigen Hände von Tausenden Angestellten zu denken, die weiterhin zur Arbeit gehen. Für knapp 11 Euro Stundenlohn schultern die Packer*innen die viele Mehrarbeit und setzen sich dabei täglich stärker dem Risiko einer Ansteckung aus, als jene die konsequent Home-Office durchführen können. Natürlich sind wir gut beraten, soziale Kontakte so gut es geht zu vermeiden und nur dringend nötige Einkäufe vor Ort zu tätigen. Aber das sollte im Umkehrschluss nicht bedeuten, dem virtuellen „Shopping-Vergnügen“ nachzugehen ohne an die Menschen zu denken, die Lieferungen zusammenstellen und ausfahren müssen. Bevor wir dem verführerischen „Klicken“ nachgeben, sollte die Überlegung stehen, ob wir das begehrte Produkt zum jetzigen Zeitpunkt wirklich brauchen. Und wenn wir bestellen, können wir doch mal unsere Erwartungen runterschrauben und drei oder vier Tage auf die Lieferung warten.

Wir sollten immer daran denken, dass die Beschäftigten der Logistikbranche einen entscheidenden Beitrag bei der Bewältigung der Corona-Krise leisten. Bei einem durchschnittlichen Jahresbruttogehalt von 30.000 Euro in der Logistikbranche, sind keine hohen Rücklagen bei den Beschäftigten zu erwarten und nicht selten sind Arbeitsverträge befristet. Die Beschäftigten sind auf jedes Gehalt angewiesen und dürfen nicht vor der Wahl stehen: Schutz der eigenen Gesundheit oder Schutz vor Armut! Deshalb ist es mehr als gerecht, endlich für eine angemessene Entlohnung zu sorgen.

Auch wenn die Situation für alle schwierig ist: Sagen wir den Beschäftigten nicht nur Dankeschön, sondern schützen wir sie bestmöglich vor gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz und bei der An- und Abreise zu ihrer Firma.

Die Coronakrise ist eine gesellschaftliche Krise.

corona DIE LINKE will die Krise solidarisch bewältigen. – Was jetzt passieren muss.

Beschluss des Geschäftsführenden Parteivorstandes vom 16. März 2020

Tausende sind in Deutschland mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert, bisher gibt es acht Todesfälle (14.03.). Obwohl diese Entwicklung absehbar war, hat die Bundesregierung zu wenig wirksame Maßnahmen ergriffen, um die Bevölkerung zu schützen. Stattdessen hat sie gezögert und die Verantwortung auf die Länder, Kommunen und Einzelpersonen abgewälzt. Die Lungenkrankheit COVID-19 ist nicht für jeden gleich gefährlich. Doch vor allem für ältere Menschen, chronisch Kranke und andere Hochrisikogruppen kann sie tödlich sein.

Jetzt rächt sich, dass Krankenhäuser seit Jahren kaputtgespart werden und mehr als hunderttausend Pflegekräfte fehlen. In anderen Ländern ist jetzt schon zu beobachten, was passiert: Krankenhäuser sind überlastet, Pflegekräfte erschöpft, Material zu knapp, es müssen Entscheidungen darüber getroffen werden, wer beatmet werden kann und wer nicht. CDU-Gesundheitsminister Spahn reagiert, indem er die Personaluntergrenzen aussetzt und die Situation für die Pflegenden noch schlimmer macht.

Angefacht durch die Nervosität und Einschränkungen, die das Coronavirus auslöst, droht eine Wirtschaftskrise. Die EZB will wieder Banken retten, die Bundesregierung verspricht Unternehmen Steuersenkungen. Sie will 3,1 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren. Das ist viel zu wenig! Es braucht jetzt ein Investitionspaket und Maßnahmen, die die Menschen schützen. Die denen helfen, deren Gesundheit und Existenz von der Krise bedroht ist.

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DIE LINKE Wülfrath sagt alle Termine ab

bild7 DIE LINKE Wülfrath vertagt bis auf Weiteres alle angedachten Termine. Dies betrifft die Jahreshauptversammlung ebenso wie die Nominierungsversammlung der Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl der Vertretung der Stadt Wülfrath und die Stammtische. Auch der angedachte Workshop „Einstieg in die Kommunalpolitik“, der sich vornehmlich an interessierte Frauen richten sollte, wird verschoben. Den Appell des Frauennetzwerkes, Frauen aktiv zu fördern und zu ermutigen sich im Stadtrat einzumischen, nimmt die LINKE sehr ernst und hält daran fest. Die aktuelle Entwicklung zwingt uns jedoch alle, andere Prioritäten zu setzen. Grund genug auch einmal an die zu denken, die nicht mal ebenso einen Großeinkauf tätigen können. Es sind nicht nur unsere älteren Mitmenschen, die unsere Hilfe brauchen. Alleinerziehende, Familien mit geringen Einkommen – schauen wir hin und leben wir Solidarität.

 

Aufstehen!

Mailing NATO A Es ist das größte US-Militärmanöver in Europa seit dem Ende des Kalten Kriegs. 37.000 Soldaten aus den USA und fünfzehn weiteren NATO-Ländern proben für den nächsten Krieg. Dreh- und Angelpunkt des US-Manövers Defender 2020: Deutschland. Schon jetzt werden massenhaft Kriegsgeräte und Soldaten über deutsche Autobahnen und Bahnstrecken verlegt.

Die Botschaft ist klar: Es geht gegen Russland. Doch die Mehrheit der Bevölkerung lehnt eine weitere Eskalation mit unseren Nachbarn im Osten ab. Wir wollen Frieden, Diplomatie und Abrüstung statt teurer und gefährlicher Kriegsmanöver!

Zusammen können wir ein Zeichen setzten dafür, dass wir mit der zunehmenden Militarisierung, mit Provokationen und weiteren sündhaft teuren Rüstungsprojekten nicht einverstanden sind. Aufstehen beteiligt sich an zahlreichen Protestaktionen gegen das Kriegsmanöver. Beteiligen auch Sie sich an Aktionen und Protesten gegen Truppenverlegungen in Ihrer Nähe. Eine Übersicht gibt es beim Netzwerk Friedenskooperative.

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