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Schulen zur „bundeswehrfreien Zone“ erklären

bundeswehr raus aus den schulen Seit Langem betrachtet DIE LINKE die zunehmenden Aktivitäten der Bundeswehr zur Selbstdarstellung und Werbung von Nachwuchskräften an Schulen mit Sorge. Mit der Forderung "Bundeswehr raus aus den Schulen" steht die LINKE jedoch keineswegs alleine da. Auch die GEW NRW sowie die LandesschülerInnenvertretung NRW haben gemeinsam mit den Aachener Friedenspreis e.V. im Herbst vergangenen Jahres eine Resolution verfasst und Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern aufgerufen "Nein zur Bundeswehr an ihren Schulen" zu sagen.

Verstärkt nutzt die Bundeswehr die Möglichkeit, an Schulen für ihr Image und eine „Karriere“ zu werben. Sie führt ganze Unterrichtsstunden bis Projektwochen und Ausflüge mit den jungen Menschen durch, um ihre Ziele zu erreichen und SchülerInnen für eine Karriere bei der Bundeswehr zu begeistern. Oder nimmt – wie am Donnerstag, den 22.Oktober - am Primanertag des Wülfrather Gmynasiums teil, um sich als Arbeitgeber zu präsentieren. Im vergangenen Jahr hat sich das Verteidigungsministerium die Nachwuchswerbung rund 30 Millionen Euro kosten lassen. Bundesweit hielten Karriereberater in Uniform 8.100 Vorträge an weiterführenden Schulen vor ca. 140.000 SchülerInnen. In einschlägigen Werbeformaten versucht die Bundeswehr, durch Betonung der Aspekte „Technik, Sport und Spaß“ Wirkung bei Jugendlichen zu erzielen. Dabei hätten gerade junge Menschen die ganze Wahrheit verdient. Denn Dienst an der Waffe geht immer mit der Gefahr einher, Menschen zu töten oder selbst getötet oder verwundet zu werden. Dies und dass die Zahl traumatisierter BundesehrsoldatInnen steigt und die Selbstmordrate bei diesen besonders hoch ist, wird bei diesen „Werbeeinsätzen“ leider verschwiegen.

Gleich mit welchem Wort man die Anwesenheit der Bundeswehr an Schulen umschreibt, letztendlich gilt: Schulen sollten weder Rekrutierungsstätten der Bundeswehr, noch Orte der militärischen Propaganda sein, sondern Orte der Bildung! Aus diesem Grund begrüßt DIE LINKE, dass sich bundesweit Widerstand gegen die militärpolitische Indoktrination an den Schulen regt. Schülerinnen und Schüler protestieren gegen die Militärs an ihren Schulen, Lehrerinnen und Lehrer weigern sich, Jugendoffiziere einzuladen, einige Schulkonferenzen haben bereits beschlossen, ihre Schule als »militärfrei« zu erklären.

Die Ratsfraktion DIE LINKE fordert die Schulen vor Ort auf, diesem Beispiel zu Folgen und der Bundeswehr ein Hausverbot auszusprechen.

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