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Kita-Gebühren – eine Frage des Standorts

gemeinsam lernenKitas und OGATAs leisten als frühkindliche Bildungsstätten und Sozialisationsinstanzen einen wichtigen Beitrag zur kindgerechten Erziehung und Förderung. Hier lernen Kinder nicht nur miteinander und voneinander, sondern erhalten abhängig von Alter und Entwicklungsstand entsprechende Angebote zum gemeinsamen frühkindlichen Lernen. Für Eltern sind Kitas und OGATAs zudem mit Blick auf die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig. Gerade alleinerziehende Elternteile sind auf die Betreuung ihrer Kinder angewiesen. Insofern ist es wichtig genügend Betreuungsangebote vorzuhalten und diese gebührenfrei anzubieten. Frühkindliche Bildung muss gleichberechtigt allen Kindern zu Verfügung stehen, denn so werden die Grundlagen für gleichberechtigte Teilhabe gelegt. Jedes Kind hat das Recht – und muss auch die Möglichkeit haben – eine solche Einrichtung zu besuchen. Dies darf nicht an den Kosten scheitern. Aber wichtig ist auch die Aufrechterhaltung sozialer Strukturen. Doch für die Wahl eines Betreuungsplatzes ist zunehmend die Höhe der Gebühren ausschlaggebend und diese sind je nach Stadt sehr unterschiedlich.

Kinder – egal, welchen familiären Hintergrund sie haben – erlernen im Umgang miteinander wichtige soziale Kompetenzen. Auch aus diesem Grund ist es unklug Gebühren zu erheben. Und es ist auch nicht ratsam – so wie aktuell in Wülfrath angedacht - diese für Besserverdienende in die Höhe zu treiben, da die Wahl der betreuenden Einrichtung nicht von der finanziellen Situation der Familien abhängig sein darf. Dies würde letztendlich dazu führen, dass wir auch bei Kita-Einrichtungen die soziale Spaltung weiter vorantreiben. Wer sozial-gesellschaftlich verantwortlich denken und handeln will, kann das jedoch nicht wollen.

Kitas müssen Räume bleiben, die es ermöglichen, dass sich Kinder - gleich aus welcher Kultur oder aus welcher sozialen Schicht stammend – begegnen. Vor allem kleine Kinder nehmen die Welt weitgehend über Emotionen wahr und beurteilen Menschen mehr danach, wie sie sich ihnen gegenüber verhalten statt nach Äußerlichkeiten. Sie gehen unvoreingenommen aufeinander zu und werten Unterschiede nicht. Nutzen wir die Chance für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und lassen Kinder gemeinsam spielend lernen. Nur so können Kinder Toleranz erfahren und leben. Machen wir Kita- und OGATA-Gebühren nicht zum Trennfaktor!

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