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Kita-Check von ver.di offenbart Personalmangel

gute kitasDie Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)  belegt anhand einer bundesweiten Umfrage erste Zahlen zur Situation der Beschäftigten in den Kitas. 175.000 Beschäftigte haben sich an dem „Kita-Check“ beteiligt und bringen ernüchternde Erkenntnisse zutage: So gaben 64 Prozent der Befragten an, außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit zu arbeiten, um die Anforderungen zu erfüllen. Weitere 43 Prozent erklärten, dass sie aufgrund der Arbeitsbelastung nicht den Bedürfnissen der Kita-Kinder gerecht werden können und ein weiteres Drittel beklagte, die eigenen pädagogischen Ansprüche nicht zu erreichen.

Gerade in der Pandemie hat sich die enorme Belastung des Kita-Personals gezeigt. Auch gesundheitlich waren die Erzieher:innen in der Krise mit einer weit überdurchschnittlichen Corona-Infektionsrate betroffen. Die Zahlen des "Kita-Checks" offenbaren erneut den Personalmangel und eine hohe Arbeitsbelastung an den Kitas. Es wird sich aktuell zu sehr darauf verlassen, dass Erzieher:innen über ihre Arbeitszeit hinaus die Kitas am Laufen halten. Hinzu kommt, dass aktuell bundesweit rund 270.000 Kitaplätze und perspektivisch bis zu 350.000 Plätze fehlen. Bis 2025 fehlen bis zu 580.000 Fachkräfte. Aber auch bei den bestehenden Kitaplätzen gibt es große Unterschiede bei Qualität und Öffnungszeiten – von den Gebühren gar nicht zu sprechen.

 Statt mit einem Kitaqualitätsgesetz für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet einzutreten und ernsthaft an einer Problemlösung zu arbeiten, lässt sich die Bundesregierung für ihr „Gute-Kita-Gesetz“ feiern. Dieses Gesetz hat seinen Namen nicht verdient, denn es beinhaltet lediglich geringfügige und schwer überprüfbare Verbesserungen. Die finanzielle Unterstützung des Bundes läuft zudem Ende 2022 aus. Leidtragende sind Erzieher:innen, Eltern und ihre Kinder. Während Eltern und Kindern Rechte vorenthalten werden bzw. nicht in ausreichender Qualität zur Verfügung gestellt werden, leiden Erzieher:innen unter Arbeitsverdichtung und steigenden Anforderungen.

Hier hat die Bundesregierung versagt und Länder und Kommunen im Regen stehen lassen.

Wer Kindern beim Start in ein chancenreiches Leben unterstützen und soziale Ungleichheiten reduzieren will, darf sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Die Bundesregierung muss entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, für eine faire Bezahlung der Erzieher:innen sorgen und die Ausbildung als auch die Arbeitsbedingungen ansprechend gestalten.  

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